LinkedIn vs. Xing – es gibt viele Wege, die zum Ziel führen.

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Im Gegensatz zu Facebook und Co. steht bei LinkedIn und Xing ganz klar das Business im Vordergrund. Netzwerken, Geschäftskontakte knüpfen, Referenzen zeigen und Fachkräfte finden – genau dafür sind diese Business-Plattformen geeignet. Vor allem im B2B-Bereich können Unternehmen Xing und LinkedIn mit geschickten Ideen effektiv für ihr Online-Marketing nutzen.

Und apropos – für sich nutzen. An dieser Stelle sei gleich mal erwähnt, dass (auch wenn man es kaum glauben mag) deutsche Unternehmen noch immer nicht im Social Web angekommen sind. Egal ob Facebook, Pinterest, Xing oder LinkedIn – sie mischen einfach noch nicht mit. Gerade einmal 15 Prozent (Studie TNS-Infratest: http://www.tns-infratest.com/Presse/presseinformation.asp?prID=3314) der deutschen Unternehmen nutzen Social Media Kanäle für ihre Kommunikation nach draußen.

Zunächst die Zahlen im Überblick:

Xing:
15 Mio. Nutzer insg.
8 Mio. Nutzer im deutschsprachigen Raum

LinkedIn:
Über 347 Mio. Nutzer insg.
6 Mio. Nutzer im deutschsprachigen Raum

Wie können Unternehmen LinkedIn nutzen?

LinkedIn startete 2003 in den USA als Karrierenetzwerk – und bietet für Unternehmen mittlerweile einiges an Möglichkeiten hinsichtlich Kommunikation und Marketing. Mit weltweit über 347 Millionen Mitgliedern – davon über 23 Millionen in Europa – zählt LinkedIn zu den Top 10 im Social Web. Zwar kommt ein Großteil der User immer noch aus Nordamerika, doch wird es auch am deutschen Markt immer beliebter – und macht seinem deutschen Mitbewerber immer mehr Konkurrenz. Neben dem reinen Karrieredienst werden hier auch Inhalte angeboten und gestreut. Allerdings können bisher nur Meinungsbildner wie z. Bsp. Bill Gates über eine Blogging-Funktion Inhalte streuen. Unternehmens-Seiten haben diese Möglichkeit noch nicht. Doch nun zu den wichtigsten Fragen für Unternehmen: Welche Vorteile bringt die eigene LinkedIn-Seite und wie erreicht man die Zielgruppe am besten? Die Strategie, die LinkedIn erfolgreich verfolgt, lautet: Nutzern relevante Inhalte anbieten. User werden also nur mit Informationen versorgt, die einen beruflichen Mehrwert bieten. Mit der Newsreader-App Pulse kann LinkedIn seit 2013 Nachrichten anzeigen lassen, die sich nach den Interessen des jeweiligen Users richten. Mit Hilfe des Influencer-Programmes können Nutzer ebenfalls seit 2013 Meinungsbildnern folgen und sich über diese vermarkten. Mit ihren Tausenden Followern sind die Influencer für Führungskräfte und deren Markenbotschaften also eine optimale Plattform. Darüber hinaus spielt der Austausch mit anderen Firmen eine wichtige Rolle. Das Vernetzten mit anderen relevanten Unternehmen, das Aufbauen eines Netzwerkes mit interessanten Kontakten ist das, was auf LinkedIn zählt – frei nach dem Motto: Kluge Leute kennen andere kluge Leute. Auch bei LinkedIn lassen sich Ads schalten. Das funktioniert ähnlich wie auf Facebook und auch die Kosten bleiben im Rahmen. Zudem besteht hier die Möglichkeit, die Zielgruppe nach Merkmalen wie Karrierestufe, Verweildauer in einer Position, Gruppenzugehörigkeit, Firmengröße etc. einzuordnen bzw. zu bestimmen. Auch Fokusseiten können bei LinkedIn erstellt werden, um Produkte oder Leistungen besonders hervorzuheben, damit sie auf den eigentlichen Unternehmensseite nicht untergehen.

TIPP:
Die Inhalte, die ein Unternehmen einstellt, können z. B. Stellenangebote oder News aus dem Unternehmen sein – sie sollten aber in jedem Fall zum Unternehmen passen. Diese werden für das Netzwerk sichtbar und können weiter gestreut werden. Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Werben auf LinkedIn ist vor allem ein aussagekräftiges Profilbild, die umfangreiche Firmeninformationen – und alles im besten Falle in verschiedenen Sprachen angeboten. Die besten Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten auf LinkedIn sind: Blog-Einträge, Influencer-Texte, Fokusseiten und eine gut gepflegte Firmen-Seite mit qualitativ hochwertigen Inhalten.

Was haben Unternehmen von einem Profil auf Xing?

Zunächst einmal lässt sich sagen: Xing ist das verbreitetste Social Network für berufliche Vernetzung im deutschsprachigen Raum. Die Top 3 Branchen, die Xing nutzen und hier aktiv kommunizieren, sind den Mediadaten nach zu urteilen die Dienstleistungsbranche, die Industrie und die Medienbranche. Das Werben auf Xing, was auch in hier zunächst wieder bedeutet – Netzwerk aufbauen, Inhalte in Gruppen und auf der eigenen Seite streuen und mit Unternehmen verbinden, ist mittlerweile eine wirklich gute Alternative zu Ads auf Facebook. Doch auch Xing bietet seinen Usern drei verschiedene Möglichkeiten der Werbung an – Newsletter-Werbung, Display-Ads sowie Mobile Ads. Dabei muss man aber sagen, dass Werbung auf Xing im Vergleich zu Facebook-Werbung oder einer Anzeige bei LinkedIn extrem teuer ist. Doch kommt es natürlich immer auf die Frage an – wen will ich erreichen? Werbe ich auf Facebook im B2C-Bereich, dann hab ich dort höchst wahrscheinlich für ein kleineres Budget mehr Erfolg. Doch gerade im B2B-Bereich ist es auf Facebook sehr schwer, die richtigen Leute zu erreichen. Über Xing muss man hier vielleicht mit einer finanziell größeren Belastung rechnen, doch die Zielgruppe ist vorhanden und kann erreicht werden. Laut eigenen Angaben hat Xing einen Anteil von 32 Prozent an Mitgliedern in höheren Führungspositionen. Als Karriere-Plattform, auf der man wertvolle Kontakte knüpfen und als Unternehmen eine einkommensstarke Zielgruppe erreichen kann, bietet sich Xing also durchaus als Werbeplattform an. Wer als Unternehmen bei Xing Werbung schaltet, hat die Möglichkeit auf exaktes Zielgruppen-Targeting. Aus acht Kategorien können beliebig viele ausgewählt werden, um die eigene Werbung genau auf die Zielgruppe abzustimmen – aber bei den Werbepreisen möchte das ja auch sein. Dabei sind die Targeting-Kategorien folgende: Geschlecht, Altersgruppe (8 Gruppen, beginnend mit 18 Jahren), Branche (15 zur Auswahl), Region (selbst bestimmbar), Job-Level, Job-Titel (je nach Mitgliederpotential auswählbar), Unternehmensgröße und Interessen der Nutzer.

Doch bevor man in die Werbung geht, gilt es auch auf Xing genau auf das Profil zu achten. Ein aussagekräftiges Profilbild, eine genaue Firmenbeschreibung mit Leistungen, Referenzen und allem, was dazu gehört – denn nur so kann das Werben auf Xing funktionieren.

LinkedIn vs. Xing – ein Fazit.

Bisher ist es immer noch so, dass Xing im deutschsprachigen Raum mehr verbreitet ist, wer allerdings internationale Kontakte knüpfen will, der sollte sich an LinkedIn halten. Im Bezug auf die Übersichtlichkeit der Benutzeroberfläche hat Xing ganz klar die Nase vorn. Auch wenn LinkedIn einiges angepasst hat, ist die Menüführung und der klare Aufbau bei Xing benutzerfreundlicher. Was die Werbungskosten betrifft, so ist LinkedIn wesentlich preiswerter als Xing – und auch das Budget lässt sich bei LinkedIn freier bestimmen. Allerdings muss man sagen, dass man bei Xing kein Unternehmensprofil benötigt, um eine Werbung zu schalten. So können zum Beispiel auch Freelancer, die ein ganz normales Profil haben, eine Werbeform buchen. Netzwerken und Geschäftskontakte knüpfen, das geht auf beiden Plattformen gut – denn so oder so, steht das Business im Vordergrund. Und das zählt.

 

Zuerst veröffentlicht auf sputnika.de

 

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